verabschiedet in der Schulkonferenz der ESPA am 11. April 2013

Was uns trägt …

Die ESPA –  im Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel

Die ESPA ist ein Berufskolleg mit einer langen Tradition. 1955 als Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte von Diakonissen in Münster gegründet, gehört die Schule seit 2004 zum Stiftungsbereich Schulen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit Sitz in Bielefeld. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel betrachten es als eine Kernaufgabe, durch eigene Schulen jungen Menschen Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu eröffnen und damit als diakonischer Träger einen bildungspolitischen Beitrag zu leisten.

Das diakonische Profil unseres Schulträgers prägt unsere Arbeit. „Gemeinschaft verwirklichen“ – dieser Vision unseres Trägers sind wir in unserem Berufskolleg  verpflichtet. Dieses zeigt sich im Schulalltag, im Unterricht und in den Praxisphasen der Ausbildung, wo die die Lehrer und Lehrerinnen, die Schüler und Schülerinnen, die Studierenden und die Mitarbeitenden nach Absprachen intensiv zusammenarbeiten. Die Achtung vor dem Anderen und die Anerkennung des Einzelnen bilden die Grundlage des gemeinsamen Handelns. Individualität und Verschiedenheit erleben wir als Bereicherung. „Gemeinschaft verwirklichen“ – diese Vision ist zugleich eine konkrete Aufgabe, sich den gesellschaftlichen und pädagogischen Fragen und Herausforderungen zu stellen:

  • Gelingt es uns, die unterschiedlichen Biografien und Lebensentwürfe als Bereicherung zu sehen?
  • Welchen Beitrag können wir an der ESPA leisten für eine gerechte Verteilung der Chancen auf Bildungund soziale Teilhabe?
  • Wie können wir junge Menschen für eine Ausbildung in den diakonischen Arbeitsfeldern interessieren?
  • Können wir - erkennbar als Teil von Kirche und Diakonie - Orientierung in einer pluralen Welt bieten?

Das ESPA-Berufskolleg ist getragen von dem Grundverständnis eine diakonische Schule zu sein. Auf der Basis des christlichen Menschenbildes sind wir eine einladende Schule, in der unsere Werte und Haltungen erkennbar, erlebbar und lebendig sind. Die Einladung zum offenen Diskurs, die Vergewisserung über den eigenen Standort und das Ringen um Positionen charakterisieren uns als eine demokratische Schule. An den Entscheidungen können und sollen sich alle beteiligen – Es gilt für alle Bereiche der Satz: „Nichts über uns ohne uns!“ Die Vision der v. Bodelschwinghschen Stiftungen „Gemeinschaft verwirklichen“ spiegelt sich somit in unserem Leitbild: Bilden – Begegnen – Verantworten.

 

Woran wir uns orientieren ... Das Leitbild der ESPA

 

     BILDEN

Allgemeine Bildung, Berufliche Qualifizierung und persönliche Entwicklung

Wir verstehen darunter:

  • Sich mit der Vielfalt in unserer Gesellschaft und Kultur in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschäftigen und auseinander setzen.
  • Kulturelle Prozesse produktiv mitgestalten.
  • Die eigene Person in den Bildungsprozess einbringen und an der Fähigkeit zur Reflexion eigener Stärken und Schwächen arbeiten.
  • Eine begründete Haltung und ein fundiertes Menschenbild entwickeln, die sich am christlichen Glauben orientieren.
  • Sachwissen erarbeiten und Handlungskompetenzen in Theorie und Praxis erlangen.
  • Geeignete Lernorte für die Dynamik zwischen Lernenden und Lehrenden in der beruflichen Bildung bieten.

     BEGEGNEN

Lernen in Annahme und Auseinandersetzung

Wir verstehen darunter:

  • Das Miteinander im Schulleben so gestalten, dass es ein Modell für die berufliche Praxis sein kann.
  • Einander ernsthaft wahrnehmen und die unterschiedlichen Lebensentwicklungen akzeptieren, um beides auf die Erfordernisse im Beruf übertragen zu könne
  • Beziehungen professionell gestalten, in denen die Besonderheiten von Individuen, das Spannungsgeflecht unterschiedlicher Rollen und die Anforderungen der Berufsausbildung berücksichtigt werden.
  • Konflikte klären und aushalten lernen, um sie als Lernfeld für die aktuelle Begegnung und für die spätere Teamarbeit zu nutzen.

     VERANTWORTEN

 

Selbstständigkeit lernen, Verantwortung übernehmen und Stellung beziehen

 

Wir verstehen darunter:

  • Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ihre Familien als Partner unserer Arbeit in den Mittelpunkt unseres Lernens und Lehrens stellen.
  • Verantwortung im pädagogischen und pflegerischen Handeln wahrnehmen, die allen Beteiligten ihre Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung belässt.
  • Eigenes Handeln als selbstverantwortliche und gesellschaftliche Aufgabe begreifen, das die eigene Perspektive stets an der Perspektive der anderen misst.
  • Der kulturellen Vielfalt Raum geben und sich für die Interessen gesellschaftlich benachteiligter Gruppen und Minderheiten einsetzen.
  • Eine demokratische Haltung und Kommunikationskultur entwickeln, die im schulischen Alltag und darüber hinaus erkennbar werden.
  • Einen sozial- und berufspolitischen Auftrag erfüllen durch Mitarbeit in der Kirche, in Verbänden, Einrichtungen und Initiativen.

end faq

 

Was uns prägt … Das ESPA-Profil

Wie lässt sich das Profil der ESPA in Worte fassen?

Es erscheint fast unmöglich. Die vielen verschiedenen Ebenen und Inhalte des ESPA-Alltags sprechen jeden Beteiligten anders und auf vielfältige Weise an. Ein Schüler sagte einmal: „Wenn man zehn Schülerinnen oder Schüler fragen würde, was die ESPA ausmacht, würde man wohl zehn verschiedene Antworten bekommen. Genauso wäre es bei den Lehrerinnen und Lehrern.“ (Beitrag zur Schulprogrammdiskussion im Jahr 2008) Mit den folgenden Seiten möchten wir versuchen denen, die die ESPA (noch) nicht kennen, die wesentlichen Profilmerkmale der Schule aufzuzeigen. Dabei bietet es sich an, das Profil der Schule über die markante Abkürzung der Schulbezeichnung zu erschließen.

 

Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte Münster: ESPA.

     E – wie evangelisch.                                                        

Die ESPA ist eine Schule in evangelischer und diakonischer Trägerschaft, die von Studierenden, Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen besucht wird. Wir sehen in dieser Situation eine besondere Chance: Im Zusammentreffen und im Austausch verschiedener Erfahrungen, Prägungen und Überzeugungen kann das Verstehen des je Eigenen und je Anderen ermöglicht werden. Religiöse Fragen können neu gestellt und beantwortet werden. Im Einbringen christlicher Haltungen und Traditionen sehen wir die Möglichkeit, Orientierung und Unterstützung für berufliche und persönliche Fragen zu geben. Wir hoffen, dass Schule in dieser Hinsicht auch als sinnstiftender Lebens- und Lernort erlebt werden kann.

Das Kollegium der ESPA setzt sich ebenfalls aus Menschen unterschiedlicher Konfessionen und individueller Glaubensgeschichten zusammen. Gemeinsam ist uns das Bemühen, untereinander und mit den Schülerinnen und Schülern eine glaubwürdige Auseinandersetzung mit aktuellen Lebens- und Sinnfragen und das Engagement für menschendienliche Veränderungen zu leben. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes sehen wir den Menschen geprägt durch die vorbehaltlose Annahme durch Gott und seine Beauftragung zu selbstverantwortetem Denken und Handeln. Wir beziehen Stellung, wo immer dies in unserem Kontext nötig und sinnvoll erscheint.

Wir sind keine neutrale Schule, wir sind eine evangelische Schule und wollen für andere da sein, als Teil einer „Kirche für andere“:  „Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. … Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend.“ (Dietrich Bonhoeffer)

Als Evangelische Sozialpädagogische Ausbildungsstätte in einem vorwiegend katholisch geprägten Umfeld sind wir eingebunden in eine kirchlich-diakonische Landschaft. Wir stehen in enger Verbindung mit evangelischen und katholischen Institutionen sowie mit konfessionell ungebundenen sozial- und heilpädagogischen Einrichtungen.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben individuelle Lebens-, Lern- und Glaubensgeschichten und werden darin ernst genommen. Sie bringen ihre Religions- und Konfessionszugehörigkeit in das Schulleben ein.

Es ist uns wichtig, an der ESPA Denk- und Gesprächsräume zu schaffen, also Orte für gemeinsames Nachdenken, Reden und Handeln auch jenseits des Unterrichts.

Ein fester Bestandteil unserer Schulkultur sind gottesdienstliche Feiern, Andachten und Meditationen. Sie bieten Gelegenheit für religiöse Rituale und spirituelles Erleben und machen Schulgemeinde erfahrbar. Wir werden auch in Zukunft stets nach neuen Formen suchen, damit die Schulgemeinde lebt und sich entwickeln kann.

Die Tätigkeit unserer Schulpfarrerin stellt eine wesentliche Markierung im ESPA-Profil dar. Durch ihre seelsorgerische Beratung und spirituelle Begleitung wird das Bildungs- und Beratungsangebot der ESPA hilfreich erweitert.

Wir sind davon überzeugt, dass das Evangelische kein separater Teil unseres Schullebens ist oder sich gar auf den Religionsunterricht oder Gottesdienste begrenzt. Uns ist es wichtig, dass sich im Schulalltag, in der Begegnung miteinander, in der Ausgestaltung und Akzentsetzung unseres Schullebens überall unser christliches Profil entdecken lässt. Wir ergänzen unser schulisches Angebot durch einen religionspädagogischen Zertifikatskurs, der insbesondere angehenden Erzieherinnen und Erziehern neben einer theologischen Vertiefung auch ein zusätzliches Methodenrepertoire eröffnet.

Inwieweit wir dem Anspruch, eine „evangelische Schule“ zu sein, gerecht werden, zeigt sich letztlich in den Begegnungen und Erfahrungen der Menschen an der ESPA.

     S – wie sozial.

Die Entwicklung und Bildungsgeschichte jedes Menschen vollzieht sich in sozialen  Gruppen. Im sozialen Spannungsfeld von Familie, Schulklasse, peer group oder im Arbeitsleben entsteht für jeden Einzelnen ein herausforderndes Lernklima, in dem er und sie sich orientieren muss. Jeder und jede erhält Impulse, um sich menschlich und beruflich weiter entwickeln zu können.

An der ESPA begegnen sich Lernende und Lehrende mit ihren unterschiedlichen Biografien in heterogenen Klassen und lernen mit- und voneinander in einem breiten Spektrum an Unterrichtsfächern.

Wir setzen hierbei auf die Chancen sozialen Lernens und die Lernimpulse von Klassenmitgliedern.

Wir sind uns bewusst, dass wir allen Begabungen und den Lernmöglichkeiten und Lerngrenzen unserer Schülerinnen und Schüler nicht immer gerecht werden können.

Deshalb bemühen wir uns, individuelle Lernformen und differenzierte Lernangebote in das Unterrichtsgeschehen einzubringen, die den jeweiligen Personen und Lerngruppen entsprechen. 

Wir erweitern z. B. in Bildungsgängen der Berufsfachschulen die Stundentafel um Unterrichtsstunden (etwa in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch), die eine Differenzierung im Unterricht ermöglichen.

In den Fächern Hauswirtschaft, Pflege, Tutorium/ Lernbegleitung teilen wir die Klassen, um in kleineren Gruppen praxisnäher zu unterrichten.

Eine besondere Form der Unterstützung bietet die ESPA in der „Mathe-Werkstatt“.

Das Differenzierungsangebot „Lernbegleitung“ oder „Tutorium“ bietet in jedem Bildungsgang die Chance, regelmäßig die Lern- und Entwicklungsprozesse der Lerngruppe zu reflektieren.

Eine individuelle Begleitung und die Lernberatung erfolgen in sog. Ausbildungsbegleitgesprächen, die in Kleingruppen mit den betreuenden Lehrkräften organisiert werden.

Die Lernenden werden in ihrer Ausbildung zunehmend an Formen und Methoden der Erwachsenenbildung herangeführt.

In fächerübergreifenden Projekten, Gruppenarbeiten, Fachreferaten sowie Präsentationen gestalten die Lernenden ihr Lernen zunehmend selbst und zeigen sich auf diese Weise mitverantwortlich für den Unterricht.

Damit stärken wir systematisch die Kommunikation und Kooperation der Klassenmitglieder untereinander.

Diese Unterrichtsformen bereiten zudem auf die Erfordernisse der sozialberuflichen Praxis vor und dienen somit dem lebenslangen Lernen.

Im Schulalltag appellieren wir an die soziale Verantwortung aller Beteiligten. Dies bezieht sich sowohl auf „kleine Dinge“, wie z.B. das Sauberhalten der Klassenräume, die Rücksichtnahme auf Nichtraucher und den Kioskdienst, als auch auf „größere Dinge“ im politischen Umfeld der Schule. So beteiligen wir uns z.B. an politischen Aktionen gegen den menschenverachtenden Rechtsextremismus in Münster.

Es gibt in allen Gruppen, zu denen sich Menschen zusammen finden, Interessensunterschiede, Missverständnisse, Eigenheiten, Konflikte und Sympathien bzw. Antipathien. Auch in einer „sozialen Schule“ ist dies der Fall. Im Umgang mit diesen sozialen Phänomenen möchten wir uns an unseren erklärten Maßstäben messen lassen, damit wir der Erwartung an eine „soziale Schule“ entsprechen.

Zum „sozialen Profil“ unserer Schule gehört aber ebenfalls, dass wir zur Kenntnis nehmen, in den sog. traditionellen Frauenberufen auszubilden, die nicht immer die angemessene gesellschaftliche Anerkennung in Status und Bezahlung erhalten. Wir sind uns im Klaren, dass „Geschlechtsbewusstheit“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ (sog. Gender-Frage) eher eine Grundhaltung in unserem Schulalltag darstellen muss, an der wir sowohl unsere Umgangsformen wie auch die konkreten Entscheidungen messen lassen müssen.

Aus der Sicht der SV spiegelt sich unser Anspruch auch in der Frage wider, inwieweit Aufgaben in der Schülerinnen-/Schülervertretung gleichberechtigt von Frauen und Männern wahrgenommen werden.

     P – wie pädagogisch.

An die ESPA kommen jedes Jahr rund 180 neue Schülerinnen, Schüler und Studierende mit unterschiedlichen Nationalitäten, Lebensanschauungen, Religionen, individuellen Lern- und Lebenserfahrungen und Begabungen. In einer Atmosphäre von Offenheit und Toleranz möchten wir Individualität respektieren und bunte Vielfalt leben. Dieses bedeutet unterschiedliche Fähigkeiten und Neigungen zu berücksichtigen und zu fördern, sowie Lernende mit Benachteiligungen in ihrer Sozialisation und Schulbiographie darin zu unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten, Lerninteressen und Lernwege zu entdecken.

Dank der Verschiedenheit der an der ESPA Lernenden und Lehrenden gestalten wir ein buntes Schulleben. Dieses drückt sich u.a. aus in Theater-, Sport- und Kulturveranstaltungen, in Vorlesenachmittagen in der Stadtbücherei, aber auch in politischen Diskussionen und Forumsveranstaltungen. Highlight sind nicht zuletzt die Schulpartys, die jeweils vor den Oster- und den Herbstferien einen Ausbildungsabschnitt ausklingen lassen.

Alle Lehrkräfte, die an der ESPA arbeiten, haben sich bewusst für diese Schule entschieden.

Sie verbindet eine pädagogische Grundhaltung, wie sie speziell für ein gutes sozialpädagogisches Berufskollegs notwendig ist. Durch ihren Unterricht und ihre Person stellen hier die Lehrkräfte ein Modell für pädagogisches Handeln dar, an dem sich die Studierenden, Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach ihrem eigenen pädagogischen Selbstverständnis orientieren. Dadurch sind unsere Lehrkräfte nicht nur Fachleute für ihr Fachgebiet, sondern auch Vorbild im pädagogischen Handeln.

Unser pädagogischer Konsens besteht darin, dass wir uns in Einzelkontakten, in Gruppengesprächen, in Klassen- oder Bildungsgangkonferenzen bemühen, die Schülerin/den Schüler anzuregen, ihre jeweils besten Möglichkeiten auszuschöpfen.

Das begründete und transparente Setzen von Grenzen gehört ebenso wie die Lernunterstützung zu unserem pädagogischen Handeln.

Es entspricht dem demokratischen Selbstverständnis unserer Schule, die Schülerschaft möglichst intensiv an den Prozessen des Voneinander- und Miteinanderlernens und der Mitwirkung zu beteiligen.

Eine kooperative Verständigung über die Auswahl der Unterrichtsthemen, über Formen, Inhalte und Bewertungskriterien von Leistungsnachweisen und über Lehr- und Lernformen sind ebenso geübte Praxis wie die Evaluation von Unterrichtsphasen durch Fragebögen oder offene Gespräche.

Es uns wichtig, dass wir eine dauerhaft arbeitende Schüler-Vertretung (SV) organisieren und dass die Kontinuität der SV-Arbeit auch während längerer Praktikumszeiten gewahrt wird. So gibt es an unserer Schule eine SV-Satzung und zwei verlässliche Ansprechpartner im Lehrerkollegium, die die SV in eigener Verantwortung wählt (sog. SV-Verbindungslehrer/in). Die Schülervertretung trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Die Schulleitung und die SV stehen in einem regelmäßigen Gesprächskontakt. Die Lernenden arbeiten selbstverständlich in den Gremien der Schule wie etwa der Steuergruppe EDE, der Ökoprofit-Planungsgruppe oder der Schulkonferenz mit.

     A – wie Ausbildung.

Als private Ersatzschule in evangelischer Trägerschaft vermittelt die ESPA ausschließlich staatlich anerkannte Bildungsabschlüsse. Die konkrete Gestaltung der einzelnen Bildungsgänge orientiert sich an den Anforderungen der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen in der jeweils gültigen Version und an den Erfordernissen der beruflichen Praxis. Dabei nutzen wir den Spielraum, den die Gesetzgebung des Landes Nordrhein-Westfalen einer privaten Schule bietet. Die Bildungsangebote der ESPA ermöglichen es den Schülerinnen, Schülern und Studierenden, über berufliche Basisqualifikationen und Fachausbildungen hinaus weiterführende Berufsabschlüsse zu erwerben.

Die Entwicklung unseres Ausbildungsangebotes orientiert sich an zwei Prinzipien:

  • Zum einen bieten wir meist Bildungsgänge an, in denen die Lernenden eine Doppelqualifikation erwerben können; dieses bedeutet die Verknüpfung eines allgemeinbildenden Schulabschlusses (FOR, FHR, AHR) mit einer sozialpflegerischen, sozial- oder heilpädagogischen Berufsausbildung.
  • Zum anderen sind unsere Bildungsangebote so miteinander verknüpft, dass sie eine weitgehende Durchlässigkeit und Aufstiegsmöglichkeit unter einem Dach gewähren.

Als sozialpädagogisches Berufskolleg hat die ESPA die Aufgabe, die Allgemeinbildung zu fördern und berufliche Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dazu gehören die notwendige Fachkompetenz und die Weiterentwicklung der personalen und sozialen Kompetenzen sowie die Fähigkeit, diese in der beruflichen Praxis angemessen einzusetzen.

Neben der Schule ist die Berufspraxis der entscheidende weitere Lernort.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kommunikation zwischen den pädagogischen Fachkräften in der Praxis und den Schülerinnen, Schülern und Studierenden der ESPA zu unterstützen und reflektierend zu begleiten. Wir stehen mit der beruflichen Praxis in einem Prozess intensiver fachlicher Kooperation. Dazu gehören Hospitationen und Unterrichtseinladungen genauso wie regelmäßige Praxisanleitertreffen und der kollegiale Austausch in Berufsverbänden und Arbeitsgemeinschaften.

Aus dieser Verknüpfung mit der sozial- und heilpädagogischen Berufspraxis entwickeln wir unsere Inhalte, Methoden, Konzepte und gegebenenfalls auch neue Bildungsgänge kontinuierlich weiter. Wesentliche Anregungen und Gespräche ergeben sich hierbei auf der Ebene unserer beiden Fachbeiräte „Sozialpädagogik“ und Heilpädagogik/Pflege“, die regelmäßig zweimal im Jahr tagen.

Seit einiger Zeit drängt sich in unserer Gesellschaft und auch in der ESPA die Frage auf, was eine Schule dazu beitragen könne, dass sich die dort arbeitenden und lernenden Menschen auch gesundheitlich wohlfühlen.

Wir haben deshalb eine regelmäßig tagende Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der Gesundheitsförderung und des Krisenmanagements beschäftigt. Die Überlegungen aus dieser Arbeit liefern uns Anregungen für die Verbesserung des Gesundheitsbewusstsein in unserer Schule.

Das Lernen in außerschulischen Handlungsfeldern unterstützt den Bildungsprozess der Lernenden. Durch die Vernetzung im Stadtteil, bei Veranstaltungen der Stadt Münster, durch Studienfahrten und  internationale Kontakte gelingt die Öffnung der Schule nach außen. Durch Tagungen, Workshops und Fachreferate, die an der ESPA stattfinden, beziehen wir zusätzliche fachliche Kompetenz in die Schule ein. Die Arbeit in kirchlichen, in sozial- und bildungspolitischen Gremien (Arbeitskreise des Diakonischen Werkes, Regionalkonferenzen, Landesarbeitsgemeinschaften und dem Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten, BeA, und der Studierendenvertretung an evangelischen Ausbildungsstätten, SVeA) fördert dank fachlicher Auseinandersetzung die Bildungsprozesse unserer Schülerinnen, Schüler und Studierenden.

end faq

Variété-Abend

29.11.2017

Bis zum zentralen Kulturereignis in Münster nach den Skulpturprojekten sind es

Noch

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