Der nächste Ausbildungsgang  „Staatlich anerkannte Heilpädagogin / Staatlich anerkannter Heilpädagoge“ beginnt am 01. Februar 2018

  • berufliche Weiterbildung für praxiserfahrene Fachkräfte (ErzieherInnen, HeilerziehungspflegerInnen oder Personen mit einer gleichwertigen pädagogischen/pflegerischen Berufs-Ausbildung)
  • 1 ½-jährige Vollzeit-Ausbildung (4 Schultage, integriertes Praktikum)
  • schulgeldfrei, evtl. gefördert

Heilpädagogik ist eine wissenschaftliche Disziplin der Pädagogik. Sie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Menschen, deren Entwicklung und Lebensgestaltung unter erschwerten Bedingungen verläuft.

HeilpädagogInnen begleiten, bilden, erziehen und fördern Menschen jeder Alterstufe, die „behindert“ oder „von Behinderung bedroht“ sind – z. B. Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen, Heranwachsende mit Verhaltensauffälligkeiten, psychisch Erkrankte, Menschen mit Lernbeeinträchtigungen, komplexen Behinderungen oder mit Altersdemenz.

Das heilpädagogische Handeln stellt sich auf die individuellen Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten der Betroffenen in ihren sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Bezugssystemen ein. Orientiert an den Prinzipien der Normalisierung und Inklusion, der Selbstbefähigung und Selbstbestimmung, der ethischen und rechtlichen Gleichstellung aller Menschen zielt heilpädagogisches Handeln nicht primär auf die Behebung von Defiziten, sondern auf eine ganzheitliche, ressourcenorientierte und dialogische Begleitung im Kontext der individuellen Lebenswelt.

Der Mensch wird als gleichberechtigte und einzigartige Persönlichkeit akzeptiert. Dem heilpädagogischen Handeln liegt ein Menschenbild zugrunde, welches die unauflösliche Einheit körperlicher, geistiger, seelischer und sozialer Dimensionen betont und christliche Grundwerte berücksichtigt.

Heilpädagogisches Handeln bezieht sich ebenso auf die sozialen und professionellen Strukturen und Netzwerke.

Zugangsvoraussetzung

1. die staatliche Anerkennung als ErzieherIn bzw. HeilerziehungspflegerIn oder eine gleichwertige 3-jährige pädagogische /pflegerische Qualifikation (z. B. Gesundheits- und KrankenpflegerIn, KinderkrankenpflegerIn und AltenpflegerIn)

2. der Nachweis einer mindestens einjährigen einschlägigen hauptberuflichen Tätigkeit als Fachkraft (nach dem Berufsabschluss)

Unterrichtsfächer

Anlage der Ausbildung:

Da sich die Ausbildung an berufs- und lebenserfahrene Erwachsene wendet, sind neben der Handlungsorientierung didaktische Prinzipien wie Ganzheitlichkeit, Subjektorientierung und Ergebnisoffenheit entscheidend.

Als besonderes Profil des Bildungsgangs ist die Personzentrierung in Theorie und Praxis, in der Haltung der Lehrenden, in der Anlage und in dem inhaltlichen Angebot der Ausbildung hervorzuheben.

Ausgangspunkt allen Lernens sind die biografischen und beruflichen (Vor-)Erfahrungen, Theorien, Überzeugungen, aber auch die individuellen Interessen und Kompetenzen der Studierenden.

Die Ausbildung ermöglicht den Studierenden, ihre professionelle Haltung, ihr Können und Wissen in Auseinandersetzung mit den angebotenen aktuellen wissenschaftlichen Theorien, Methoden und Erkenntnissen zu reflektieren und zu erweitern. Im Sinne einer doppelten Didaktik spiegelt die subjekt-orientierte, personzentrierte Haltung und Vorgehensweise der Lehrenden die Grundsätze der professionellen heilpädagogischen Beziehungsgestaltung wieder.

Dabei steht auch die Reflexion des eigenen Rollen- und Selbstverständnisses sowie des individuellen Professionalisierungsprozesses immer wieder im Mittelpunkt.

Die Inhalte der Unterrichtsfächer werden auf berufliche Lernfelder, geeignete Lernsituationen und vor allem auf die erfahrene berufliche Praxis bezogen. Der Theorie-Praxis-Bezug wird durch die theoriegestützte Analyse und Reflexion des ausbildungsbegleitenden wöchentlichen Praktikums in besonderer Weise gewährleistet.

Sogenannte „Selbstlernphasen“ werden angemessen in den Unterrichtsplan eingearbeitet.


Unterricht:
Die Inhalte der Unterrichtsfächer werden auf berufliche Lernfelder und geeignete Lernsituationen bezogen. Sog. „Selbstlernphasen“ werden angemessen in den Unterrichtsplan eingearbeitet.
Stundentafel:

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:
– Deutsch/Kommunikation
– Englisch
– Politik/Gesellschaftslehre
– Medizinische Grundlagen

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:
– Theoretische Grundlagen der Heilpädagogik und ihre Didaktik/Methodik
– Theologisch/anthropologisch/ethische Grundlagen
– Methoden in der Heilpädagogik in den Bereichen
• musisch-kreative Verfahren
• bewegungsorientierte Verfahren
• körperorientierte Verfahren
• Beratungsverfahren
• psychotheratpeutisch orientierte Verfahren
– Projektarbeit
– Praxis mit schulischer Begleitung

Dauer der Ausbildung

In dem 1,5-jährigen Bildungsgang (1.800 Unterrichtsstunden) wird die staatliche Anerkennung zur Heilpädagagogin/zum Heilpädagogen ohne Fachhochschulreife erworben.

Kosten

Es besteht Schulgeldfreiheit.

– Eigenanteil an Büchern max. 110 €,
– Unterrichtsmaterialien ca. 100 €,
– Studien-Klassenfahrt ca. 100 €.


Förderung:

– nach BAföG bis zum 30. Lebensjahr abhängig vom Einkommen der Eltern bzw. Ehepartner/in
– nach AFGB (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) - sog. Meister-BAföG.

Bezahlung

Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag Öffentlcher Dienst TV-ÖD.
Die Einstufung in eine Gehaltsgruppe erfolgt zunächst meist nach dem ursprünglich gelernten Beruf (z.B. als gelernte Erzieherin in EG 6 - 8 TV-ÖD). Bei beruflicher Bewährung sind Höhergruppierungen nach TV-ÖD möglich, sofern die Arbeitsstellen entsprechend für HeilpädagogInnen ausgeschrieben sind. 

Abschluss

Staatlich anerkannte/r Heilpädagogin/ Heilpädagoge.

Mit dem Berufsabschluss an unserer Fachschule erwerben Sie Anteile am Bachelor-Studium "Heilpädagogik" an der Fachhochschule der Diakonie, so dass Sie nach weiteren 4 Semestern einen akademischen Abschluss erhalten können. vgl. www.fh-diakonie.de

Tätigkeitsfelder / Berufsaussichten

Tätigkeitsfelder:
– Frühförderung entwicklungsverzögerter und entwicklungsgefährdeter Kinder
– Heilpädagogische Familienhilfe
– Heilpädagogische Tagesstätten, Heime und Kindergärten
– Integrative Einrichtungen
– Werkstätten und Wohnheime für Behinderte
– Kliniken
– Erziehungsberatungsstellen und andere Beratungsdienste u.a.

Derzeitig finden nahezu alle AbsolventInnen unserer Fachschule einen Arbeitsplatz als staatlich anerkannte HeilpädagogIn, allerdings i.d.R. nach einer gewissen Wartezeit in ihrem ursprünglichen Beruf.

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