Erzieher/innen sind sozialpädagogische Fachkräfte für die Erziehung, Bildung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen in Tagesstätten für Kinder, Eltern-Kind-Gruppen, Horten, Wohngruppen und Heimen. Sie arbeiten selbstständig und im Team in sozialpädagogischen Einrichtungen. Sie haben gleichzeitig die Lebensbedingungen des Stadtteils/Sozialraums im Blick und arbeiten mit anderen Berufsgruppen zusammen. Aufgabe von Erzieherinnen und Erziehern ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen, ihre Bildungsprozesse zu fördern, ihr sozialverantwortliches Verhalten und Handeln zu stärken und sie zu schöpferischem Tun anzuregen.

Sozialpädagogische Einrichtungen unterstützen und ergänzen die Erziehung in Familie, Schule und Beruf; sie sollen fehlende Entwicklungsmöglichkeiten ausgleichen, sie sollen vermitteln, wo unterschiedliche kulturelle Erfahrungen aufeinandertreffen, sie sollen Entfaltungsmöglichkeiten geben, die die Umgebung nicht mehr bereit hält, sie sollen vor Gefährdungen schützen, Defizite ausgleichen, junge Menschen individuell fördern und zu ihrer Emanzipation beitragen.

 

Zugangsvoraussetzung

Wer sollte sich für den Bildungsgang „Erzieher/in + Allgemeine Hochschulreife“ bewerben?

Für den Eintritt in den Bildungsgang „Erzieherin/ Erzieher mit Allgemeiner Hochschulreife“ ist die Fachoberschulreife mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erforderlich.
Schülerinnen und Schüler, die diesen Bildungsgang wählen, sollten ein psychologisches und pädagogisches Interesse entwickelt haben.
Sie sollten an gesellschaftlich-sozialen Themen, Problemen und Aufgaben interessiert sein und soziales Handeln als eine wichtige Aufgabe betrachten. Sie sollten eine besondere Bereitschaft erkennen lassen, eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen und zu begründen.

Sie sollten sich bewusst machen, dass sie zwei Bildungswege miteinander verknüpfen (das Abitur und eine Berufsausbildung) und sich auf die besonderen Arbeitsanforderungen einstellen.
Die Bereitschaft zu selbstständigem Arbeiten und zur Kooperation in Kleingruppen wird erwartet.
Sowohl die Bereitschaft zur sozialen Verantwortung als auch ein einfühlendes Verstehen der Kommunikationspartner, d.h. bei den Klassenmitgliedern und im Praktikum bei den Kindern und Jugendlichen, sind notwendige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Bildungsgang „Erzieherin/Erzieher mit Allgemeiner Hochschulreife“.

Wir nehmen in diesen Bildungsgang nur Schülerinnen und Schüler auf, die mindestens die 10. Klasse (auch am Gymnasium!) abgeschlossen haben.

Unterrichtsfächer

Die doppelte Qualifikation:
Die für den Bildungsgang „Erzieher/in mit Allgemeiner Hochschulreife“ bedeutsamen Ziele, Inhalte und Methoden berücksichtigen sowohl die Erfordernisse der Studierfähigkeit als auch die Anforderungen für
den Beruf der Erzieherin/des Erziehers.
Die fachliche Kompetenzentwicklung und Identitätsbildung in diesem Bildungsgang vollzieht sich in
enger Kooperation der zwei Lernorte Schule und berufliches Tätigkeitsfeld. Bezugspunkte für das Lernen im Bildungsgang sind demnach die verallgemeinerbaren Situationen und Probleme sozialpädagogischer Praxis sowie die Fachsystematik und Sachlogik der jeweils mit den Unterrichtsfächern korrespondierenden Fachwissenschaften.
Innerhalb der Ausbildung finden regelmäßig Gesprächsgruppen statt, die sich mit den persönlichen
Erfahrungen in der schulischen und praktischen Ausbildung auseinandersetzen.

Die Stundentafel:

Berufsübergreifender Lernbereich

Jahrgangsstufe

11

12

13

14

Deutsch

4

3

3

-

Gesellschaftslehre
m. Geschichte

2

2

2

-

Religionslehre

2

2

2

-

Sport

2

2

2

-

Berufsbezogener Lernbereich

Jahrgangsstufe

11

12

13

14

Biologie

3

5

5

-

Erziehungswissenschaften

6

6

6

-

Englisch

3

3

3

-

Didaktik und Methodik

3

3

3

4

Mathematik

3

3

3

-

Kunst, Musik

3

2

2

-

Zweite Fremdsprache

3

3

3

-

Praktika

6 W.

8 Wochen

*

Differenzierungsbereich:

Wahlfach

2

2

2

 

Summe:

Wochenstunden

36

36

36

38,5

 

*Berufspraktikum in Vollzeit/Teilzeit

Die Praktika während der Ausbildung:
JgSt. 11: Kindertagesstätte
JgSt. 12: Pädagogische Angebote für Schulkinder
JgSt. 13: Sozialpädagogische Praxis im Akzentuierungsbereich
JgSt. 14: (Berufspraktikum): Sozialpädagogische Einrichtung nach eigener Wahl

Dauer der Ausbildung

4 Jahre, 3 Jahre schulische Ausbildung und 1 Jahr Berufspraktikum

Kosten

– Eigenanteil an Schulbüchern max. 234 €
– Eigenanteil an Methodenfächern ca. 50 €
– Unterrichtsfahrten/Klassenfahrten ca. 200 €

Förderung nach BAföG:
Die Unterstützung nach dem BAföG hängt vom Einkommen der Eltern ab. Dadurch ergeben sich sehr unterschiedliche Förderbeträge.

Bezahlung

Das 4. Ausbildungsjahr wird tariflich entlohnt.

Die Bezahlung nach der Ausbildung erfolgt i.d.R. nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TV-ÖD) oder vergleichbarer Tarife. Erzieher/innen werden beim Berufseinstieg nach Entgeltgruppe 6 eingruppiert, es bestehen Aufstiegsmöglichkeiten nach TV-ÖD EG 7 oder 8. Nach einem Studium an einer Hochschule ergeben sich meist höhere Eingruppierungen.

Abschluss

Die Schülerinnen und Schüler dieses Bildungsgangs erwerben die „Allgemeine Hochschulreife“ und den
beruflichen Abschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Erzieher“.
Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Vollzeitschuljahre. Im Anschluss daran findet das Berufspraktikum statt. Am Ende der Jahrgangsstufe 13 erfolgt die Abiturprüfung. Integriert mit der Abiturprüfung wird der erste Prüfungsteil der staatlichen Prüfung für Erzieherinnen/Erzieher abgelegt. Der zweite Prüfungsteil wird am Ende des Berufspraktikums abgelegt in Form eines Prüfungsgesprächs (Kolloquium) und führt bei Bestehen zum Abschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin“ bzw. „Staatlich anerkannter Erzieher“.

Abiturprüfung
Erstes Prüfungsfach (Leistungskurs): Biologie
Zweites Prüfungsfach (profilbildender Leistungskurs): Erziehungswissenschaften
Drittes/Viertes Prüfungsfach (Grundkurs):
zu wählen sind
a) ein Fach der Fächergruppe Englisch, Deutsch, Zweite Fremdsprache und
b) ein Fach der Fächergruppe Mathematik, Gesellschaftslehre mit Geschichte, Religionslehre

Berufsabschlussprüfung für Erzieherinnen und Erzieher Prüfungsfächer:
– Erziehungswissenschaften (schriftlich)
– Biologie (schriftlich)
– Deutsch oder Gesellschaftslehre (schriftlich) mit Geschichte oder Religionslehre
– Didaktik und Methodik (mündlich)
Fachpraktische Prüfung: im 4. Ausbildungsjahr Kolloquium
Die Abiturprüfung wird auf die Berufsabschlussprüfung angerechnet.

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