Erzieher/innen sind sozialpädagogische Fachkräfte für die Erziehung, Bildung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Einrichtungen.

Die wichtigsten Tätigkeitsfelder sind:

Offene Ganztagsschule, Übermittagbetreuung und Tageseinrichtungen für Kinder,

Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Erzieherische Hilfen

Jedes Kind, jede/r Jugendliche hat ein Recht auf Bildung, auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Erzieherinnen und Erzieher tragen dazu bei, positive Lebensbedingungen für Mädchen und Jungen, für junge Menschen zu erhalten oder zu schaffen. Dies gilt für Kinder und Jugendliche aller Gesellschaftsschichten, Nationen, Religionen, ebenso für Kinder und Jugendliche mit oder ohne Beeinträchtigungen/ Behinderungen. Das pädagogische Handeln von Erzieherinnen und Erziehern hat zum Ziel, die Gesamtpersönlichkeit des Kindes bzw. Jugendlichen zu stärken und das soziale Umfeld in diesen Prozess einzubeziehen.

 

 

Zugangsvoraussetzungen

Fachoberschulreife und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in)

Fachoberschulreife und eine dreijährige Berufsausbildung sowie ein zusammenhängendes Vollzeit-Praktikum von mindestens 6 Monaten,

oder
die  Fachhochschulreife nach FOS 11/12 im Sozial- und Gesundheitswesen

oder
eine andere Hochschulzugangsberechtigung  sowie ein  zusammenhängendes Vollzeit-Praktikum von mindestens 6 Monaten.

 

Unterrichtsfächer

Die Inhalte der Unterrichtsfächer werden auf berufliche Lernfelder und geeignete Lernsituationen bezogen.

Stundentafel:

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich:
– Deutsch/Kommunikation
– Englisch
– Politik/Gesellschaftslehre
– Naturwissenschaften

Fachrichtungsbezogener Lernbereich:
– Sozialpädagogische Theorie und Praxis
– Bildungsbereiche in der Kinder- und
Jugendarbeit:
• musisch-kreative Gestaltung/Spiel
• Sprache/Medien
• Natur/kulturelle Umwelten
• Gesundheit/Bewegung
– Religionslehre/Religionspädagogik
– Projektarbeit
– Praxis

Differenzierungsbereich:
Mathematik

Praktika
Im Rahmen der Ausbildung finden mehrere Praktika im Umfang von insgesamt 16 Wochen statt, in denen die Schülerinnen und Schüler verschiedene sozialpädagogische Arbeitsfelder kennenlernen.

1. Ausbildungsjahr
Das sechswöchige Unterstufenpraktikum wird zumeist im elementarpädagogischen Bereich (z.B. Kindergarten) abgeleistet. Im Mittelpunkt steht die „Fremdwahrnehmung“ (Kinder/Jugendliche wahrnehmen, d.h. sich einfühlen und beobachten). Am Ende des 1. Ausbildungsjahres wählen die Schülerinnen und Schüler einen Schwerpunktbereich aus:
– Bereich Kindertagesstätte (altersgemischte Gruppen und Hort) oder
– Bereich Kindertagesstätte mit integrativem Konzept für Kinder mit Behinderungen
– Bereich Heim/Erziehungshilfe

Die Schwerpunktbereiche werden jeweils den aktuellen Erfordernissen der Praxis angepasst.

2. Ausbildungsjahr
Das zehnwöchige Oberstufenpraktikum findet im gewählten Bereich statt und steht unter der Aufgabenstellung „Konzipieren – Erarbeitung eines Konzepts pädagogischen Handelns“ (Analyse der Lebenswelt und der Gruppenprozesse, Ableitung einer offenen pädagogischen Planung).

3. berufspraktisches Jahr
Im sogenannten Anerkennungsjahr arbeiten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung in sozialpädagogischen Einrichtungen (Bezahlung erfolgt i.d.R. nach TV-ÖD). Sie werden sowohl von einer sozialpädagogischen Fachkraft als auch von einer Lehrkraft der ESPA angeleitet und im Rahmen eines individuell abgestimmten Ausbildungsplanes begleitet.

Dauer der Ausbildung

3 Jahre, d. h. 2 Jahre Schule und

1 Jahr Berufspraktikum (Tarifliche Bezahlung)

Kosten

– Eigenanteil an Schulbüchern max. 224 €;
– Eigenanteil an Methodenfächern ca. 50 €;
– Unterrichtsfahrten/Klassenfahrten ca. 200 €
– Förderung nach BAföG ist abhängig vom Elterneinkommen

Bezahlung

Die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TV-ÖD).

Abschluss

Die Abschluss „Staatlich anerkannte Erzieherin/ staatlich anerkannter Erzieher“ wird durch das Fachschulexamen erworben. Das Examen wird in drei schriftlichen Prüfungsklausuren und ggf. durch zusätzliche mündliche Prüfungen absolviert.

Sollte jemand die Fachhochschulreife anstreben, muss zusätzlich eine weitere schriftliche Prüfung abgelegt werden.


Doppelqualifikation
Die Schülerinnen und Schüler können sowohl den Berufsabschluss zur Erzieherin / zum Erzieher als auch gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben, die bundesweit zum Studium an einer Fachhochschule berechtigt.
Dementsprechend wird bei den Ausbildungszielen, -inhalten und -methoden neben den Anforderungen des Erzieherinnenberufs auch die Studierfähigkeit bzw. die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen berücksichtigt.
Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Persönlichkeitsbildung, wie sie von der Praxis gefordert wird: Fähigkeit zur Kommunikation, zur verantwortlichen Beziehungsgestaltung und zur Selbstreflexion.

Regelmäßig finden Gesprächsgruppen statt, die sich mit den persönlichen Erfahrungen in der schulischen und praktischen Ausbildung auseinandersetzen.

Spezialisierung und Weiterbildung

Im Anschluss an die Erzieher/innen-Ausbildung sind folgende Weiterbildungen möglich:
Fachschule für Heilpädagogik (wird auch an der ESPA angeboten);
– Seminar für Fachlehrer/innen an Sonderschulen;
– Studium nach Erwerb der Fachhochschulreife.

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Anmeldeformular          Flyer

                            

 

Variété-Abend

29.11.2017

Bis zum zentralen Kulturereignis in Münster nach den Skulpturprojekten sind es

Noch

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